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11. März 2026

Energiegeladene neue FH-Professur für klimaneutrale Gebäude

Große Anerkennung für sein langjähriges Engagement in Forschung und Lehre: Klaus Prenninger wurde die FH-Professur verliehen. Im Zentrum seiner Arbeit stehen energieeffiziente Gebäude – ein entscheidender Hebel für das Gelingen der Energiewende.

Bei der Antrittsvorlesung von Klaus Prenninger (v.l.n.r.): Vize-Rektor Günther Grall, Departmentleiter Alexander Petutschnigg, Klaus Prenninger und Rektor Dominik Engel. (Foto: FH Salzburg)

Im Rahmen seiner feierlichen Antrittsvorlesung würdigten Rektor Dominik Engel und Departmentleiter Alexander Petutschnigg die wissenschaftlichen Leistungen Prenningers und hoben seinen wertvollen Beitrag zur Klimawende hervor. Seine Forschung verbinde technologische Innovationskraft mit konkreter Umsetzungsstärke – ein Ansatz, der gerade im Gebäudesektor von zentraler Bedeutung sei.

Denn die Zahlen sind eindeutig: Rund 40 Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen entstehen durch Bau und Betrieb von Gebäuden. Gleichzeitig zeigen zahlreiche Beispiele, dass es auch anders geht – vom Niedrigstenergiegebäude bis hin zum Plus-Energiehaus. Genau hier setzt Prenningers Arbeit an.

Überzeugende Forschungsarbeit 

In seinem Vortrag präsentierte er die Potenziale und Technologien klimaneutraler Gebäude und veranschaulichte deren beeindruckende Ergebnisse anhand aktueller Forschungsprojekte. Im Mittelpunkt stand dabei das Projekt „Zero Carbon Refurbishment“ in der Friedrich-Inhauser-Straße in Salzburg. Das Sanierungsvorhaben gilt als Vorzeigeprojekt für ökologisch und architektonisch hochwertige Bestandsentwicklung und Nachverdichtung.

Von der ersten Projektidee über die bauliche Umsetzung bis hin zu den Monitoring-Ergebnissen begleitete die Fachhochschule Salzburg das Projekt wissenschaftlich. Die Resultate zeigen eindrucksvoll, wie sich durch intelligente Planung, innovative Gebäudetechnik und datenbasierte Optimierung nahezu klimaneutrale Lösungen realisieren lassen – ohne architektonische Kompromisse. Das Projekt wurde dafür mehrfach ausgezeichnet und unterstreicht die hohe Praxisrelevanz seiner Forschung.

Der Weg zur FH-Professur ist anspruchsvoll und erfordert Ausdauer, wissenschaftliche Exzellenz und nachhaltiges Engagement. Für Prenninger war stets klar:

 „Meine Motivation ist es, das Thema Nachhaltigkeit voranzutreiben und aktiv etwas gegen den Klimawandel zu tun.“ In seiner täglichen Arbeit erlebt er, wie derartige Pilot- und Forschungsprojekte die Bereitschaft zum nachhaltigen Bauen erhöhen und Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger überzeugen.

Zur Person: Klaus Prenninger absolvierte sein Diplomstudium Wirtschaftsingenieurwesen für Maschinenbau an der Technische Universität Graz. Anschließend war er als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Fahrzeugtechnik in Lehre und Forschung tätig und promovierte im Bereich Simulation, Messtechnik und Datenanalyse. Es folgten leitende Positionen im Forschungs- und Entwicklungsbereich internationaler Industriebetriebe.

Seit 2021 ist er an der Fachhochschule Salzburg im Department Design and Green Engineering als Senior Researcher tätig, seit 2025 leitet er die Arbeitsgruppe Energiesysteme in der Forschungsgruppe „Adaption of Built Environments“ im Zentrum Alpines Bauen. Sein Forschungsschwerpunkt liegt in der Verknüpfung von Simulations- und Monitoring-Daten zur Optimierung der Energieeffizienz von Gebäuden. Darüber hinaus engagiert er sich in der Lehre im Bereich Gebäudetechnik und stärkt aktiv die Verbindung von Forschung und Ausbildung.